Strategische Partnerschaft: Platform24 und Recare bündeln Kompetenz und Erfahrung für ein vollumfängliches, förderfähiges Patientenportal

April 21, 2022

Platform24 und Recare bündeln ihre Stärken in einer strategischen Partnerschaft. Platform24, der führende Telemedizin-Anbieter im skandinavischen Raum, und Recare, die Plattform für digitales Entlass- und Überleitungsmanagement, bieten unter dem Dach von Platform24 Krankenhäusern ab sofort ein digitales Patientenportal gemäß Krankenhauszukunftsgesetz (KHZG) an, das den Fördertatbestand 2 von Anfang bis Ende vollumfänglich abdeckt. Gemeinsam können die Unternehmen damit ein digitales Patientenportal zum zentralen Element der Patientensteuerung für Krankenhäuser machen. In diesem Sinne ist perspektivisch auch das Schaffen einer gemeinsamen Datengrundlage denkbar, sodass die reibungslose Entlassung eines Patienten, z.B. in die Reha, bereits vor seiner Aufnahme vorbereitet werden kann.

“Die strategische Partnerschaft mit Recare ist für uns ein logischer Schritt. Siloartige Lösungen werden uns auf dem Weg zu einer digital integrierten Gesundheitsversorgung in Deutschland nicht voranbringen. Als Anbieter sind wir in der Verantwortung, Kompetenzen zu bündeln und Digitalisierung für Krankenhäuser in einem komplexen Umfeld einfach zu machen. Wir freuen uns sehr, mit Recare einen starken Partner gefunden zu haben, der genau wie wir langjährige Erfahrung und eine praxiserprobte Software in diese Partnerschaft einbringt”, stellt Dr. med. Carol Wildhagen, Deutschland-Geschäftsführerin Platform24 heraus. 

Von der Kooperation können Krankenhäuser ab sofort profitieren. “Wir legen direkt los – die Krankenhäuser, die mit uns bereits an der Umsetzung ihres digitalen Patientenportals arbeiten, können jetzt auch den Fördertatbestand des Entlassungsmanagements unkompliziert und gebündelt aus einer Hand abdecken”, so Dr. med. Wildhagen.

“Was wir an Platform24 besonders zu schätzen wissen ist, dass es sich um ein funktionierendes Produkt aus dem klinischen Alltag handelt und kein Portal ist, was extra für das KHZG entwickelt wurde. Der Fokus liegt auf den Prozessen – das hilft Kliniken auch wirklich in der Praxis”, betont Maximilian Greschke, CEO Recare.

Enges Zeitfenster erfordert erfahrene Partner

Das Krankenhauszukunftsgesetz macht Tempo bei der Digitalisierung der Krankenhäuser. Allerdings warten aktuell noch fast drei Viertel der Förderanträge auf Bewilligung. Erst nach positivem Bescheid können Krankenhäuser die Ausschreibung der Maßnahmen starten. Das Zeitfenster für die Umsetzung läuft 2025 aus – und wird mit jedem Tag enger. Umso wichtiger ist es, bei der Auswahl und Implementierung auf erfahrene Partner und praxiserprobte Lösungen setzen.  

Im Rahmen der Partnerschaft stellt Platform24 mit seinem leistungsstarken White-Label-Patientenportal die Infrastruktur für das digitale Aufnahme- und Behandlungsmanagement (Fördertatbestand 2a und 2b KHZG). Recare dockt mit seiner etablierten Plattform zur Versorgungskoordination an und erfüllt die geforderten Kriterien für das Entlassungsmanagement (Fördertatbestand 2c KHZG). 

Platform24 ist seit 2016 am Markt und stellt in Schweden die telemedizinische Infrastruktur für ganze Gesundheitssysteme: 80% der privat Versicherten und 50% der gesetzlich Versicherten sind dort bereits Nutzer:innen der digitalen Plattform. Pro Monat finden über 500.000 digitale Patientenkontakte statt. Die Module des cloudbasierten Patientenportals reichen von einer digitalen Eingangstür für Patient:innen über digitale Anamnese und automatisierte Triage, Terminbuchung, Chat- und Videofunktion bis hin zu einem separaten Kliniker-Backend inklusive der Möglichkeit, Kolleg:innen und weitere Dritte hinzuzuziehen. Die leistungsstarke Infrastruktur-Lösungen ist eng an den Bedürfnissen ihrer Nutzer:innen ausgerichtet und kompatibel mit bestehenden Systemen und Schnittstellen der Krankenhäuser. 

Die Recare Deutschland GmbH betreibt eine der führenden Plattformen für die digitale Koordination von Versorgungskapazitäten im Rahmen des Krankenhausentlassmanagements in Deutschland. Sie verbindet derzeit mehr als 620 Akut- und Rehakliniken mit über 15.000 Pflegeheimen und Pflegediensten sowie einigen gesetzlichen Kostenträgern. 

Laut Bundesamt für Soziale Sicherung haben deutschlandweit 1.130 Krankenhäuser Anträge für die Förderung eines Patientenportals gestellt. Das Konsortium „DigitalRadar“ des Bundesgesundheitsministeriums attestierte  diesem Bereich in seiner ersten Erhebung 2022 erheblichen Nachholbedarf.